Start
Impressum
News
Aktuelles
Filme
Studien/Reviews
Mistel auf Rezept
Praxisleitlinie
Psychoonkologie
Umfrage
Suche
Kontakt
 

Praxis der Misteltherapie bei soliden Tumoren



Tannenmistel
Tannenmistel
Standardisierte Mistelgesamtextrakte sind ein wichtiger Bestandteil der evidenzbasierten komplementären Tumortherapie und werden seit Jahrzehnten erfolgreich von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen eingesetzt. Trotzdem gilt die Therapie mitunter als schwierig und die Wirtsbaumwahl teilweise als undurchsichtig. Um die Misteltherapie aus praktischer Sicht zu vereinfachen, wurde unlängst eine Expertenkonferenz unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Tumortherapie des renommierten Kieler H. G. Creutzfeldt Instituts initiiert. Unter der Moderation von Prof. Volker Fintelmann, Hamburg, diskutierten Experten aus Klinik und Praxis die HELIXOR®-Therapie bei soliden Tumoren und stellten Praxisleitlinien in Form eines Thesenpapiers auf.

Mistelpräparate können prinzipiell in allen Phasen der Tumortherapie ergänzend zur onkologischen Standardtherapie eingesetzt werden, stellten die Experten einleitend fest. Dabei sollte die Therapie unmittelbar nach der Diagnosestellung beginnen, um die Verträglichkeit der Strahlen- und Chemotherapie zu verbessern. Die Experten waren sich einig, dass die übliche subcutane Applikation zur Immunmodulation zum DNA-Schutz gesunder Zellen während der Chemotherapie und insgesamt zur Verbesserung der Lebensqualität führt.

Die Notwendigkeit verschiedener Mistelsorten ergibt sich aus der Tatsache, dass Mistelgesamtextrakte von verschiedenen Viscum album-Unterarten unterschiedliche biochemische Zusammensetzungen und somit auch Unterschiede in den pharmakologischen Wirkungen haben. So eignet sich das Tannenmistelpräparat HELIXOR® A aufgrund seiner guten Verträglichkeit grundsätzlich für eine Initialtherapie und besonders bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand. Wird hingegen eine stärkere Immunstimulation und tumorspezifische Zytotoxizität benötigt, so ist das Apfelmistelpräparat HELIXOR® M aufgrund von Zusammensetzung und Wirkprofil erste Wahl. Lässt die Wirksamkeit dieser beiden Arzneimittel im Laufe der Therapiedauer jedoch nach, steht mit dem lektinreichsten HELIXOR-Präparat aus der Kiefernmistel, HELIXOR® P, ein weiteres effektives Präparat zur Verfügung.

Apfelmistel
Apfelmistel
Für eine optimierte Therapie muss die Dosierung von Mistelgesamtextrakten dem Krankheitsverlauf des einzelnen Patienten angepasst werden. Aus diesem Grund ist eine Standarddosierung nicht sinnvoll, sondern eine schrittweise Dosiseskalation empfehlenswert. Zur langsamen und somit verträglicheren Dosissteigerung sollten HELlXOR®- Originalpackungen mit unterschiedlichen Dosierungsstufen angewendet werden. Kommt es hingegen auf eine kräftige Mistelwirkung an, stehen zur schnellen Dosissteigerung Serienpackungen mit aufsteigenden Konzentrationen zur Verfügung. Die Misteltherapie sollte bis zur optimalen Patientenreaktion (z. B. Lokalreaktion < 5 cm an der lnjektionsstelle oder ein Temperaturanstieg > 05°C) gesteigert werden. Mit der so ermittelten Dosierung erfolgt die sich anschließende Erhaltungstherapie.

In aller Regel beträgt die Behandlungsdauer in der adjuvanten Tumortherapie fünf Jahre, in der palliativen Tumortherapie ist sie zeitlich unbegrenzt, solange der Patient davon profitiert.



Quelle: Journal für die Apotheke 1/2009, S.14     Download PDF-Download CPZ

 

Aktuelles

 

Stellenwert der Misteltherapie in der integrativen Onkologie

In jüngster Vergangenheit entwickelten sich in zahlreichen Ländern verschiedene Therapieansätze einer integrativen Onkologie, in deren Fokus die Ther...
weiter lesen  weiter lesen

 
 

Behandlung von Nebenwirkungen der Chemotherapie mit Mistelpräparaten

Aufgrund langjähriger ärztlicher Erfahrungen und neuerer prospektiv-randomisierter klinischer Studien können zahlreiche Nebenwirkungen der onkologisc...
weiter lesen  weiter lesen