Start
Impressum
News
Aktuelles
Filme
Studien/Reviews
Mistel auf Rezept
Praxisleitlinie
Psychoonkologie
Umfrage
Suche
Kontakt
 

Mistelpräparate – Dosierung und Art der Anwendung




Die Misteltherapie bildet nach wie vor eine der wesentlichen Säulen der pflanzlichen Supportivtherapie bei Krebserkrankungen. Neben den klassischen Behandlungsmethoden Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, die immer komplexer und agressiver werden, wird die Therapie mit dem wässrigen Extrakt der weißbeerigen Mistel (Viscum album) zunehmend als eine sinnvolle Ergänzung zur Stärkung des Immunsystems, zur Linderung der Nebenwirkungen und zur Verbesserung der Lebensqualität vor, während und nach der onkologischen Therapie angesehen (1)(2).

Das Mistelpräparat Helixor kann prinzipiell bei allen Tumorarten und in allen Stadien angewendet werden. Dabei ist es besonders wichtig, die auf die jeweilige Situation des Patienten abgestimmte Mistelsorte und Dosierung zu wählen. Misteln unterschiedlicher Wirtsbäume, z. B. Helixor A (Tanne), Helixor M (Apfel), Helixor P (Kiefer), weisen unterschiedliche Gehalte an biologisch aktiven Substanzen wie Lektinen und Polysacchariden und damit auch ein unterschiedliches pharmakologisches Profil auf und können so spezifisch abgestimmt auf Entität, Tumorstadium und den Gesundheitszustand des Patienten angewendet werden (3).

Die Anwendung erfolgt normalerweise subkutan, es gibt aber auch bereits Erfahrungsberichte über Therapieerfolge bei intratumoraler, intrapleuraler oder intravenöser Applikation (4). Die Behandlung mit Helixor wird in zwei Phasen unterteilt: Einleitungstherapie und Erhaltungstherapie. Der Start erfolgt in niedriger Dosierung, die sukzessive gesteigert wird in Abhängigkeit von Tumorstadium, Verträglichkeit und Gesundheitszustand des Patienten. In der Erhaltungstherapie wird die höchste gut verträgliche Dosierung kontinuierlich verabreicht. Bei Patienten ohne Tumorprogression können regelmäßige Therapiepausen in allmählich zunehmender Länge eingeschoben werden (5).


Quellen:
  1. Tröger: Onkologie 33, suppl 2, 2010, 34
  2. Piao et al.: Anticancer Research 24, 2, 2004, 303-310
  3. Büssing et al.: DZO 28, 1, 1996, 2-9
  4. Kienle et al.: Anthroposophic Medicine – Effectiveness, utility, costs, safety. Schattauer Stuttgart 2006
  5. Fachinformation Helixor® A/-M/-P, 2010



Quelle: Praxis Magazin 6 / 2012     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

Aktuelles

 

Stellenwert der Misteltherapie in der integrativen Onkologie

In jüngster Vergangenheit entwickelten sich in zahlreichen Ländern verschiedene Therapieansätze einer integrativen Onkologie, in deren Fokus die Ther...
weiter lesen  weiter lesen

 
 

Behandlung von Nebenwirkungen der Chemotherapie mit Mistelpräparaten

Aufgrund langjähriger ärztlicher Erfahrungen und neuerer prospektiv-randomisierter klinischer Studien können zahlreiche Nebenwirkungen der onkologisc...
weiter lesen  weiter lesen