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Neues Therapie-Schema macht Wirtsbaumwahl einfacher




Die Misteltherapie steht im Hinblick auf Ihre Anwendungshäufigkeit seit Jahrzehnten an der Spitze der komplementär- onkologischen Maßnahmen und wird von vielen Ärzten als unverzichtbare Basis einer ausgewogenen Tumortherapie angesehen. Trotz dieser hohen Verordnungszahl gilt die Therapie mitunter als schwierig und besonders die Wirtsbaumwahl als undurchsichtig. Eine Vereinfachung der Wirtsbaumwahl wurde unlängst von einer Expertenkonferenz unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Tumortherapie des renommierten Kieler H. G. Creutzfeldt-Instituts in Form eines Thesenpapiers entwickelt und nun im Rahmen einer deutschlandweiten Umfrage Ärzten zur Bewertung vorgelegt. 759 der befragten Ärzte bestätigen dieses neue, vereinfachte Therapiekonzept im vollen Umfang.

Die Notwendigkeit, Mistelgesamtextrakte verschiedener Viscum-Album- Unterarten (z. B. Apfelbaum-, Eichen-, Kiefer- und Tannenmistel) einzusetzen, wurde nicht nur von den Experten der Thesenkonferenz, sondern auch von den nun befragten Ärzten eindeutig bestätigt. Nur 2 % aller Befragten sind der Überzeugung, dass die Extrakte der verschiedenen Viscum-Album-Unterarten keine unterschiedliche biochemische Zusammensetzungen und damit auch keine Unterschiede in den pharmakologischen Wirkungen haben. Dabei muss beachtet werden, dass Extrakte der verschiedenen Unterarten nur von den anthroposophischen Arzneimittelherstellern produziert werden. Die Hersteller phytopharmazeutischer Mistelpräparate beschränken sich auf einen Wirtsbaum.

Wahl des Wirtsbaums

Am Anfang jeder Therapie steht für den behandelnden Arzt die Sortenwahl. Diese Wahl gestaltet sich in der Praxis manchmal sehr schwierig, da es viele Ansätze hierzu gibt (z. B. geschlechtsspezifisch, tumorspezifisch, konstitutionsspezifisch, …). Doch gerade am Anfang einer Misteltherapie kommt es vor allem für den wenig erfahrenen Arzt darauf an, eine möglichst gute Wirkung bei einer gleichzeitig hohen Verträglichkeit zu erzielen. Folgerichtig waren Experten und befragte Ärzte davon überzeugt (über 81 %), dass sich das Tannenmistelpräparat HELIXOR® A aufgrund seiner guten Verträglichkeit besonders für eine Initialtherapie, unabhängig von der Art des Tumors, eignet. Außerdem wird dieses Präparat besonders bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und/ oder immunologischen Erkrankungen (z. B. Allergie/Atopie) eingesetzt.

Kommt es während der Therapie auf eine stärkere Immunstimulation und tumorspezifische Zytotoxizität an, so ist das Präparat der Apfelbaummistel HELIXOR® M aufgrund seiner Zusammensetzung und seines Wirkprofils erste Wahl. Dies bestätigten fast 80 % aller befragten Ärzte. Sowohl HELIXOR® A als auch HELIXOR® M wurden nur von etwa 10 % aller Befragten tumorspezifisch eingesetzt. Die aufgrund geschlechtsspezifischer oder konstitutionsspezifischer Merkmale häufig vorgenommene Wirtsbaumwahl spielt bei den Befragten nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Einsatz der Kiefer-Mistel


Bei der Misteltherapie handelt es sich meist um eine Langzeitanwendung. Lässt die Wirkung der Präparate A und M im Laufe der Zeit etwas nach, ist in diesem Fall ein Wirtsbaumwechsel auf das lektinreichste Präparat HELIXOR® P aus Kiefer-Misteln medizinisch und therapeutisch sinnvoll. Diese Einschätzung der Experten deckt sich mit der Mehrzahl der befragten Ärzte. Auch ein primärer Einsatz dieses Präparates kann medizinisch indiziert sein. Aufgrund seiner Wirkstärke muss allerdings beachtet werden, dass es zu raschen lokalen und systemischen Reaktionen kommen kann.



Quelle: Praxis Magazin 4 / 2009     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

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