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Kraft für Körper und Seele

Symbiose zwischen Psychoonkologie und Misteltherapie


Die Audio-CD „Hörbuch Krebs – Ich sage ja zum Leben“ von Prof. Dr. Wolf-Dieter Gerber, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Soziologie der Universität Kiel, wurde in der Januar-Ausgabe von Gesunde Medizin verlost – mit großer positiver Resonanz. Das macht die Relevanz von Informationen rund um die Themen Krebs, Psychoonkologie und begleitende Maßnahmen deutlich.

Zu einer der am häufigsten angewandten onkologischen Therapien zählt die Misteltherapie. Doch warum können sich gerade anthroposophische Misteltherapie und Psychoonkologie gegenseitig verstärken und somit symbiotisch wirken? Auf diese Frage hat Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter am Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, im Rahmen einer Pressekonferenz Antworten gegeben.

Die Krankheit Krebs ist nicht nur eine Ansammlung bösartiger, entarteter Zellen, sondern vielmehr eine Erkrankung des gesamten Organismus. Entartete Zellen bilden sich zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Organismus hat also bei einer Krebserkrankung die Fähigkeit verloren, diese Zellen als bösartig zu erkennen. Nur so kommt es zu unkontrollierten Zellteilungen, die in einem gesunden Körper unmöglich wären. Der Patient fühlt sich häufig mit seiner Erkrankung allein gelassen: Auf der psychischen Ebene, auf der er sich gerade stabilisieren sollte, und auf der physischen Ebene, auf der er gerade durch Strahlen und Chemotherapie erheblich belastet wird. Es stellt sich daher die Frage, betonte Matthes, ob überhaupt zu jeder Zeit eine onkologische Standardtherapie durchgeführt werden darf – ohne die psychische Verfassung der Betroffenen zu berücksichtigen. Das Risiko einer weiteren und für den Erkrankungsverlauf kontraproduktiven Traumatisierung ist bei Nichtbeachtung der emotionalen Situation von Krebspatienten immer gegeben.

Möglichkeiten der Misteltherapie

Was kann die Mistel in dieser Situation erreichen? Im Gesamtextrakt der Mistel konnten mehr als 1.000 Inhaltsstoffe nachgewiesen werden, die zusammen mehr positive Effekte zeigen als jeder Stoff alleine. Die Mistel verfügt über Substanzen, die den Tumor hemmen können, die die Immunabwehr steigern, die die DNA gesunder Zellen schützen und damit insgesamt die Lebensqualität des Patienten steigern. So können gerade die Nebenwirkungen der Chemotherapie, die die Lebensqualität verschlechtern, reduziert werden. In Studien konnte gezeigt werden, dass die Mistel auf Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Durchfall einen positiven Einfluss haben kann. Auch die Symptome des Fatigue-Syndroms und der Depressionen können minimiert werden.

Die Mistel wirkt auf verschiedenen Ebenen des Organismus, so Matthes. In diesem Zusammenhang ist die Selbstregulation, also die Frage, wie gut ein Individuum auf Herausforderungen reagieren kann, von zentraler Bedeutung: Eine erhöhte Selbstregulation verbessert den therapeutischen Erfolg ganz erheblich. Und eben diese Selbstregulation ist erlern- und trainierbar. Bewältigungsstrategien können geschult werden – und genau dafür hat Gerber die Audio- CD entwickelt. Folglich sind die anthroposophische Misteltherapie und die Psychoonkologie eine gelungene Symbiose, um eine aktive Bewältigungsstrategie bei Krebspatienten zu erreichen. Dann, so Matthes abschließend, kann das Immunsystem wieder Krebszellen erkennen und bekämpfen. Betroffene können auf diese Weise ihre Lebensqualität deutlich verbessern und auch die Überlebenszeit verlängern.

Mistel auf Kassenrezept

Der Versuch des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit anthroposophischer Mistelpräparate einzuschränken, scheiterte am 11. November 2009 vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen. Immer wieder mussten in der Vergangenheit Sozialgerichte über die Verordnungsfähigkeit anthroposophischer Mistelpräparate entscheiden. Neun unterschiedliche Sozialgerichte bestätigen mittlerweile die umfassende Verordnungsfähigkeit in allen Phasen einer Tumorerkrankung auf Kassenrezept – und handeln damit im Sinne der Patientinnen und Patienten, die für den Kampf gegen den Krebs ihre gesamten Kräfte brauchen.

Quelle: Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des „Hörbuchs Krebs – Ich sage ja zum Leben“ am 02. Dezember 2009 in Stuttgart. Urteil des Landessozialgerichtes vom 11. November 2009 (Az: L 11 KA 101/06)



Quelle: Gesunde Medizin 03 / 2011     Download PDF-Download

Autoren: Redaktion Gesunde Medizin

 

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