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Mistelextrakte in allen Phasen der Brustkrebstherapie medizinisch indiziert



Foto: © Forgiss – Fotolia
Foto: © Forgiss – Fotolia
Eine europäische Studie zum Gebrauch von komplementärer und alternativer Medizin (CAM) im Rahmen von Krebsbehandlungen beschreibt den typischen CAM-Patienten als weiblich, jung, höher gebildet und mit einem überdurchschnittlichen Einkommen. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass Mistelextrakte unter den adjuvanten Maßnahmen in der Onkologie insbesondere bei Brustkrebspatientinnen seit mehreren Jahrzehnten in der Anwendungshäufigkeit eine Spitzenposition besitzen. Aus diesem Grunde wurde gerade in der jüngsten Vergangenheit eine Vielzahl von Studien bei diesem Patientenklientel durchgeführt.

Die positive Wirkung der Misteltherapie auf den Verlauf unterschiedlicher Krebserkrankungen konnte mittlerweile durch Studien – nahezu 1.100 weltweite Publikationen – eindeutig bestätigt werden. Aber trotzdem wird immer wieder die Frage sehr emotional diskutiert, ob Mistelpräparate ergänzend zur Chemotherapie gegeben werden dürfen oder nicht.

Klarer Benefit durch Einsatz der Mistelpräparate

In einer aktuellen Pilotstudie mit 95 Mammakarzinom-Patientinnen in den Erkrankungsstadien I bis III wurde diese Frage näher untersucht. Die Studienergebnisse zeigten eine signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen unter einer Standard-Chemotherapie, wenn zusätzlich HELIXOR® A subcutan gegeben wird. Weiterhin kam es zu einer deutlichen Reduktion der chemotherapiebedingten Nebenwirkungen.

Leider vermuten Kritiker immer wieder eine mögliche Interaktion des Mistelextraktes mit dem Chemotherapeutikum, wodurch die Wirksamkeit der konventionellen Therapie insgesamt reduziert werden könnte. Auch diese Vermutung konnte in einer Studie in den USA (Phase I) vom National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM) in Zusammenarbeit mit dem National Cancer Institute (NCCAM) für Gemcitabin unter anderem für Brustkrebspatientinnen widerlegt werden. Das Chemotherapeutikum Gemcitabin wurde durch die gleichzeitige Gabe von HELIXOR® A nicht in seiner Wirksamkeit beeinträchtigt: Im Gegenteil, die übliche Dosis konnte bei guter Verträglichkeit um 30 % gesteigert werden, was für die Möglichkeit einer höheren Effektivität der Chemotherapie spricht. Daneben konnte zusätzlich die Verträglichkeit der Chemotherapie gerade im Hinblick auf hämatologische Komplikationen (Neuropenien) verbessert werden.

Und im Rahmen der Nachsorge? In einer epidemiologischen Kohortenstudie von Beuth et. al. aus dem Jahr 2008 verbesserte die Misteltherapie mit unterschiedlichen HELIXOR®-Präparaten die Gesamtbeschwerden von Mammakarzinom-Patientinnen nach der tumordestruktiven Standardtherapie (z. B. Operation, Chemo- und Strahlentherapie) mehr als deutlich. Der Unterschied verstärkte sich bis zum fünften Jahr der Nachsorge und war ab dem zweiten Jahr statistisch signifikant. Nicht-onkologische Begleiterkrankungen und deren Behandlungen hatten keinen Einfluss auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Misteltherapie.

Die Misteltherapie ist fester Bestandteil der Onkologie

Experten sind sich heute darüber einig, dass die Misteltherapie die Schulmedizin hervorragend unterstützen kann und aus diesem Grund begleitend eingesetzt werden sollte. Sie hat sich als Begleitmedikation in der Krebstherapie etabliert. Ziel einer Misteltherapie ist somit die Steigerung der Lebensqualität in allen Phasen einer Tumorerkrankung. Dabei werden das körpereigene Immunsystem und insgesamt die Selbstheilungskräfte der Patienten angeregt. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aus dem onkologischen Bereich sind nicht bekannt.

Mistelpräparate auf Kassenrezept

Da Mistelpräparate der Anthroposophischen Therapierichtung sowohl im Rahmen der adjuvanten als auch der palliativen Tumortherapie arzneimittelrechtlich zugelassen sind, kann ihnen eine mangelnde Wirksamkeit in dieser Indikation nicht entgegengehalten werden. Somit können diese Mistelpräparate in allen Phasen einer Tumorerkrankung auf Kassenrezept verordnet werden. Dies ergibt sich aus den geltenden Arzneimittelrichtlinien und wurde mittlerweile von vielen Sozialgerichten in Deutschland für die Präparategruppe HELIXOR® eindeutig bestätigt. Ein spezieller Antrag bei den Krankenkassen ist aus diesem Grund nicht nötig.



Quelle: Praxis Magazin 5 / 2011     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

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