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Mistelpräparate in der biologischen Krebstherapie



Bild: Yuri Arcurs - 123RF
Bild: Yuri Arcurs - 123RF
Krebs wird heute nicht als eine eigenständige Erkrankung, sondern als Erkrankung des gesamten Organismus gesehen. Trotzdem wird in erster Linie der Tumor behandelt und weniger auf Patienten- Persönlichkeit und -Psyche geachtet.

Dabei kommt es insbesondere bei der Behandlung von schwerkranken Patienten neben den erwünschten auch auf so genannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen, also Nebenwirkungen, an. In diesem Zusammenhang können Mistelpräparate neben einer positiven Wirkung auf die gesamte Lebensqualität der Patienten auch Nebenwirkungen, die durch Strahlen- oder Chemotherapie hervorgerufen werden, reduzieren. Die eigenen Nebenwirkungen der Misteltherapie sind dabei in der Regel harmlos und klingen rasch wieder ab.

Der Genuss von Mistelkraut gilt generell als harmlos. Es wurde in großem Umfang als Tierfutter und in Notzeiten auch als Nahrungsmittel für den Menschen eingesetzt. Über die Anwendung der Mistelpräparate am Menschen liegen Dokumentationen von mehr als 10.000 Patienten vor, die sich mit der Frage der Nebenwirkungen beschäftigen.

Wirkungen und Nebenwirkungen der Misteltherapie

Häufig wurden dosisabhängige und, vor allem zu Beginn der Therapie auftretende, lokal begrenzte Reaktionen an der Einstichstelle beobachtet. Diese körpereigenen Reaktionen sind meist mit Rötungen oder auch Schwellungen und Juckreiz verbunden. Sie verschwinden in der Regel im Laufe der Weiterbehandlung folgenlos. Bei Lokalreaktionen mit einem Durchmesser über fünf Zentimeter sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden, um die Therapie entsprechend anzupassen. Reaktionen wie auch Temperaturerhöhungen können ein Anzeichen für die notwendige Mobilisierung körpereigener, gegen den Tumor gerichteter Kräfte sein. In diesem Zusammenhang spricht man von der Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte, die für die vollständige Genesung des Patienten unumgänglich sind. Nur in Ausnahmefällen kann es bei der Mistelbehandlung zu allergischen Erscheinungen kommen.

Und die möglichen Wirkungen der Misteltherapie auf die häufig notwendige Chemo- und / oder Strahlentherapie? Auch hierzu liegen mittlerweile umfangreiche Erfahrungen vor, die für eine deutliche Verringerung der chemotherapiebedingten Nebenwirkungen sprechen. In nahezu 1.100 weltweiten Publikationen ist die umfassende Wirkung der Misteltherapie untersucht worden. Hier konnte auch gezeigt werden, dass Mistelpräparate den erwähnten positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten haben können.

Möglicher Schutz der Erbsubstanz durch Mistelpräparate

Die Verminderung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie kann mit dem möglichen Schutz der Erbsubstanz gesunder Zellen durch die Mistelextrakte zusammenhängen, denn die Möglichkeit des menschlichen Körpers, Schäden am Erbgut zu verhindern, ist eine der Grundvoraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Zu diesem Zweck ist jede Zelle mit einem Reparatursystem für die Erbinformation ausgestattet. Eine Verminderung dieser Reparaturfähigkeit kann vermutlich zur Krebsentstehung führen. So wurde zum Beispiel eine geringere Reparaturleistung bei Patienten mit einer Krebserkrankung festgestellt. Aus diesem Grund ist gerade der Schutz des Erbgutes unter einer Krebstherapie überaus wichtig.

Klinische Erfahrungen zeigen, dass die Mistelpräparate nicht nur die Lebensqualität der Krebspatienten steigern, sondern auch die Nebenwirkungen der üblichen onkologischen Therapie vermindern können. Dies ist umso wichtiger, damit der Patient all seine Kräfte gegen die Krebserkrankung nutzen kann.



Quelle: Gesunde Medizin 12 / 2010     Download PDF-Download

Autoren: Redaktion Gesunde Medizin

 

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