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  Studie belegt:

Mistelextrakte verbessern Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen signifikant




Immer wieder wird die Frage, ob Mistelpräparate ergänzend zur Chemotherapie gegeben werden dürfen oder nicht, sehr emotional diskutiert. Umso wichtiger sind in diesem Zusammenhang klinische Studien, die eindeutige Ergebnisse liefern. Im Rahmen des deutschen Krebskongresses in Berlin wurde solch eine Studie der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Es ist nach wie vor Realität, dass die Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen in vielen Fällen die Lebensqualität deutlich verschlechtert. Die onkologische Therapie verstärkt zudem das Fatigue-Syndrom und kann eine Neutropenie verursachen. In der vorgelegten Pilotstudie wurde aus diesem Grund die Frage untersucht, ob HELIXOR® A unter einer Standard- Chemotherapie sowohl die Lebensqualität als auch die Neutropenien bessert. Zur Klärung dieser Fragestellung wurde eine prospektiv-randomisierte, nicht verblindete Pilotstudie mit 95 Mammakarzinom- Patientinnen in den Erkrankungsstadien I bis III durchgeführt.

Studiendesign

Insgesamt erhielten 34 Patientinnen HELIXOR® A parallel zur Chemotherapie mit 6 Zyklen Cyclophosphamid, Adriamycin und 5-FU (CAF). 31 Kontrollpatientinnen bekamen die Standardchemotherapie CAF. Eine Neuropenie wurde definiert als Neutrophilenzahl unter 1000 / μl. Während der Studie wurden Ausgangswert und Wert vor jedem CAF-Zyklus bestimmt. Die Lebensqualität wurde mit Hilfe des EORTCQLQ- C30-Fragebogens bestimmt.

Ergebnisse

Die beiden Gruppen unterscheiden sich nicht signifikant in Bezug auf Alter, Tumorstadium, Body-Mass-Index, körperlichen Zustand, Vitalzeichen, Vorerkrankungen oder Neutrophilenzahlen. Für jeden EORTC-QLQ-C30- Score wurde ein Vergleich zwischen der Verum- und der Kontrollgruppe durchgeführt. Da ein Unterschied von mindestens 5 Punkten des EORTC-QLQ-C30- Score nachweisbar war, war der Benefit zwischen Verum (HELIXOR® A-Gruppe) und Kontrollgruppe signifikant (p < 0.038) und auch klinisch relevant. Eine Neuropatie fand sich bei 15,4 % der Verumgruppe, aber bei 25 % der Kontrollgruppe.

Arzneimittelsicherheit

Die Häufigkeit der Lokalreaktionen über 5 cm durch die Injektion des Mistelpräparats betrug insgesamt 2,75 %; dies entspricht bei 1.527 Applikationen 42 Ereignissen. Ein Fall von Konjunktivitis wurde in möglichem Kausalzusammenhang zur Misteltherapie gebracht. Ansonsten wurde die HELIXOR®- Therapie sehr gut vertragen, wodurch die bisherigen positiven Ergebnisse eindeutig bestätigt werden konnten.

Resümee

Die vorgestellte Pilotstudie zeigt eine signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen unter einer Chemotherapie, wenn zusätzlich HELIXOR ® A subcutan gegeben wird. Außerdem kommt es zu einer deutlichen Reduktion der chemotherapiebedingten Neuropenie.

Literatur:
W. Tröger, Onkologie 2010; 33 (Suppl. 2) S. 34



Quelle: Praxis Magazin 2 / 2011     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

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