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  Höhere Lebensqualität durch neuen Behandlungsansatz mit Mistelgesamtextrakt

Neue Hoffnung bei Pankreaskarzinom?



Bauchspeicheldrüse
Bauchspeicheldrüse
Gerade 15 bis 20 Zentimeter groß ist eine der wichtigsten Drüsen des Menschen: die Bauchspeicheldrüse, wichtig für Verdauung und Zuckerstoffwechsel. Wenn sich dort Krebszellen entwickeln, passiert das oft vorerst unbemerkt – und wird häufig erst dann erkannt, wenn ein Tumor operativ kaum noch zu entfernen ist. Im Fokus der Therapie steht dann die Verbesserung der Lebensqualität. Neue Therapieansätze eines Berliner Chefarztes haben jetzt genau dieses Ziel erreicht.

Kurz nach seinem 50. Geburtstag begann der Nacken von Werner K. zu schmerzen. Hausarzt, Internist, Orthopäde, Neurologe, kein Mediziner konnte eine konkrete Ursache für die andauernde Beeinträchtigung herausfinden. Muskeln, Skelett, Nerven – alles schien in bester Ordnung.

Die Diagnose Bauchspeicheldrüsen- Krebs, Pankreas-Karzinom, wird meist viel zu spät gestellt. Das Fatale dabei ist zum einen die gut geschützte Lage im Körper. Eing ebettet zwischen Leber, Galle, Milz und Darm sind weder Bauchspeicheldrüse noch Tumor tastbar. Zum anderen vermeldet nicht die Bauchspeicheldrüse selbst Schmerzen, stattdessen wird das umgebende Nervengeflecht gereizt und sorgt für Schmerzen – in ganz anderen Körperregionen, z. B. im Rücken oder Nacken.

Dr. H. Matthes, Berlin
Dr. H. Matthes, Berlin
Erst durch eine Ultraschall-Untersuchung erfuhr Werner K. die Ursache seines Leidens, Bauchspeicheldrüsen- Krebs im letzten Stadium, nicht mehr operabel. Das Pankreas-Karzinom zählt nicht zu den häufigsten Krebserkrankungen, hat jedoch eine sehr schlechte Prognose. Experten gehen davon aus, dass nach einer Diagnose, die meistens erst im fortgeschrittenen Final- Stadium gestellt wird, die noch verbleibende Zeit in Monaten gemessen werden kann.

Wirkung ohne Umwege direkt im Tumor

Einen Hoffnungsschimmer für die rund 12.800 neuen Patienten pro Jahr mit Pankreas-Karzinom bietet der Therapieversuch, das heißt die Anwendung eines Präparates in einem nicht zugelassenen Anwendungsbereich, von Dr. Harald Matthes, dem Ärztlichen Leiter des Krankenhauses Havelhöhe in Berlin. Ihm gelang im letzten Jahr durch eine Behandlung mit dem anthroposophischen Mistelpräparat Helixor in einem Pilotversuch, Bauchspeicheldrüsentumore in ihrem Wachstum zu stoppen oder das Ausmaß sogar zu verringern (Quelle: Matthes H. et al., Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2008; 40: 106–110). Das war bei fast allen Patienten mit einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität verbunden, denn ein kleinerer Tumor führte zu weniger Schmerzen und Beeinträchtigungen. Auch konnten die Nebenwirkungen einer Strahlen- bzw. Chemotherapie deutlich verringert werden, so dass allein dadurch die Lebensqualität erheblich verbessert wurde.

Im Krankenhaus Havelhöhe werden Mistelpräparate regelmäßig in der Krebsbehandlung eingesetzt, oft begleitend zu den notwendigen Chemotherapeutika. Bei der zugelassenen Behandlung werden diese direkt subkutan gespritzt und systemisch. Dr. Matthes jedoch hat in seiner Pilotstudie das Mistelpräparat direkt in das Krebsgeschwür der Bauchspeicheldrüse gespritzt – unmittelbar dort, wo die Substanz ihre Wirksamkeit entfalten soll. Ein innovativer Ansatz, der Werner K. und anderen Patienten mit Bauchspeicheldrüsentumor neue Perspektiven für die Zeit bietet, die noch bleibt.



Quelle: Praxis Magazin 6 / 2009     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

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