Start
Impressum
News
Aktuelles
Filme
Studien/Reviews
Mistel auf Rezept
Praxisleitlinie
Psychoonkologie
Umfrage
Suche
Kontakt
 

Demoskopische Analyse bestätigt neues Misteltherapie-Schema



Tannenmistel
Tannenmistel
Standardisierte Mistelextrakte sind ein wichtiger Bestandteil einer rationalen Tumortherapie. Trotz jahrzehntelanger erfolgreicher Anwendung gilt die Therapie mitunter als schwierig und die Wirtsbaumwahl teilweise als undurchsichtig. Um die Misteltherapie mit HELIXOR® aus praktischer Sicht zu vereinfachen, entwickelte unlängst eine Expertenkonferenz unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Tumortherapie des renommierten Kieler H. G. Creutzfeldt Instituts eine Praxisleitlinie in Form eines Thesenpapiers. Die Kernaussagen wurden in einer deutschlandweiten Umfrage Ärzten vorgelegt und von 759 behandelnden Ärzten eindeutig bestätigt.

Über 98 % der Befragten haben eigene Erfahrungen mit der Misteltherapie. Diese beruhen vornehmlich auf dem Mistelgesamtextrakt HELIXOR®. Mit einem Anteil von 57 % repräsentieren die Allgemeinmediziner die größte Gruppe der befragten Ärzte, gefolgt von Internisten (12 %) und Gynäkologen (ca. 9 %). Fast 80 % aller befragten Ärzte teilen die Überzeugung der Experten, dass Mistelgesamtextrakte verschiedener Viscum album-Unterarten (z. B. Apfelbaum-, Eichen-, Kiefern- und Tannenmistel) unterschiedliche biochemische Zusammensetzungen und damit auch unterschiedliche pharmakologische Wirkungen haben.

Wahl des Wirtsbaums

Das Tannenmistelpräparat HELIXOR® A eignet sich besonders für eine Initialtherapie und bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und/ oder immunologischen Erkrankungen. Dieser Expertenmeinung stimmen über 81 % aller Befragten uneingeschränkt zu. Eine ähnlich hohe Zustimmung zeigte sich beim Apfelbaummistelpräparat HELIXOR® M. Hier sind sich die Experten einig, dass sich dieses Präparat aufgrund von Zusammensetzung und Wirkprofil besonders für eine stärkere Immunstimulation und tumorspezifische Zytotoxizität eignet. Das Kiefernmistelpräparat HELIXOR® P ist sowohl das lektinreichste HELXIOR®-Präparat als auch das lektinreichste Kiefernmistelpräparat und besonders dann indiziert, wenn die Wirkung des Tannenoder des Apfelbaummistelpräparates nachlässt oder ungenügend ist. Diese Meinung wird von fast 72 % der Befragten geteilt. Auch der primäre Einsatz von HELIXOR® P ist, unter Beachtung der teilweise raschen lokalen sowie systemischen Reaktionen, möglich, so Prof. Fintelmann. Etwa 75 % aller befragten Ärzte konnten diesem Statement folgen.

Dosierung der Misteltherapie

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Dosierung der Misteltherapie individuell erfolgen muss. Die Experten sind der Überzeugung, dass bereits in niedrigen Dosierungen Mistelgesamtextrakte in der üblichen subkutanen Applikation zu Immunmodulation, DNA-Schutz bei Chemotherapie und Verbesserung der Lebensqualität führen. Aufgrund ihrer praktischen Erfahrungen konnten fast 90 % der Befragten diesem Expertenvotum zustimmen. Die notwendige Dosiseskalation kann langsam und verträglich über Originalpackungen mit unterschiedlichen Dosierungsstufen (von 0,01 bis 100 mg/Ampulle) durchgeführt werden. Fast 90 % aller Befragten nutzen diese Art der Dosiseskalation bereits in der Praxis oder können es sich für den Praxisalltag gut vorstellen. Kommt es jedoch auf eine schnellere und kräftigere Mistelwirkung an, sollte die Dosiseskalation mit Hilfe von Serienpackungen (von 1 bis 50 mg/Ampulle) mit aufsteigenden Konzentrationen erfolgen. Diese Meinung teilen ebenfalls fast 90 % der befragten Ärzte.

Die Dosierung der Misteltherapie wird bis zur optimalen Patientenreaktion schrittweise gesteigert. Dies zeigt sich z. B. in Lokalreaktionen < 5 cm (Rötung, Induration) an der Injektionsstelle, Temperaturanstiegen > 0.5° C (Circadianrhythmik), positiven immunologischen Reaktionen und/ oder der Verbesserung der Lebensqualität. Für fast 93 % aller Befragten sind dies die entscheidenden Parameter, um die optimale Dosierung festzulegen.

Einsatz und Dauer der Misteltherapie

Mit dem Mistelgesamtextrakt sollte so früh wie möglich, also unmittelbar nach der Diagnosestellung, begonnen werden, attestieren 88 % aller Ärzte. Dies gilt besonders für die präoperative Phase und während einer Strahlen-/ Chemotherapie, um deren Verträglichkeit zu verbessern. Fast zwei Drittel aller Ärzte (61 %) behandeln ihre Patienten in der adjuvanten Tumortherapie über einen Zeitraum von 5 Jahren. Die meisten der verbleibenden 39 % behandeln ihre Patienten zeitlich unbegrenzt solange sie davon profitieren. In der Frage der Behandlungsdauer eines palliativen Tumorpatienten lag die Übereinstimmung bei 92 %: In diesen Fällen wird die Therapie eindeutig zeitlich unbegrenzt durchgeführt, solange der Patient davon profitiert.



Quelle: Praxis Magazin 2 / 2009     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

Aktuelles

 

Stellenwert der Misteltherapie in der integrativen Onkologie

In jüngster Vergangenheit entwickelten sich in zahlreichen Ländern verschiedene Therapieansätze einer integrativen Onkologie, in deren Fokus die Ther...
weiter lesen  weiter lesen

 
 

Behandlung von Nebenwirkungen der Chemotherapie mit Mistelpräparaten

Aufgrund langjähriger ärztlicher Erfahrungen und neuerer prospektiv-randomisierter klinischer Studien können zahlreiche Nebenwirkungen der onkologisc...
weiter lesen  weiter lesen