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  Experten einig:

Hohe Akzeptanz der Mistelgesamtextrakte in der komplementären Onkologie



Experten zur Misteltherapie
Experten zur Misteltherapie
Die Therapie mit Mistelgesamtextrakten hat eine lange Tradition, einen wissenschaftlich gesicherten hohen Stellenwert und eine überaus hohe Akzeptanz bei niedergelassenen Ärzten und ihren Patienten. Diese Einschätzung wird nicht nur von Ärzten und Wissenschaftlern, sondern auch in deutschlandweiten demoskopischen Analysen immer wieder bestätigt. Das Praxis Magazin befragte Experten zur Therapie mit dem Mistelgesamtextrakt HELIXOR®, dessen Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Sozialgerichten eindeutig bestätigt wurde.

Herr Prof. Beuth, Sie haben gerade eine retrolektive Studie zur Misteltherapie mit HELIXOR® abgeschlossen. Können Sie uns bitte die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammenfassen?

Prof. Beuth: Die Studie wurde mit Mamma-Karzinom-Patientinnen durchgeführt. Als wichtigstes Ergebnis zeigte sich, dass die Lebensqualität dieser Patientinnen bei einer bis zu 5 Jahren andauernden Behandlung mit Mistelextrakt signifikant verbessert wurde. Dabei wurde die Misteltherapie nach der Durchführung der tumordestruktiven Maßnahmen dokumentiert. Interessanterweise wurde die Lebensqualität mit zunehmender Behandlungsdauer gegenüber der Kontrollgruppe weiter gesteigert. Folglich lässt sich mit Hilfe der Misteltherapie über einen langen Zeitraum hinweg die Lebensqualität bei Brustkrebspatientinnen signifikant verbessern.

Es wird bemängelt, dass die Studienlage zur Misteltherapie nicht ausreichend wäre. Ist das korrekt?

Dr. Matthes: Der scheinbare Mangel der Mistelstudien liegt darin begründet, dass viele nur der doppelblinden Randomisierung glauben. Allerdings gibt es mehrere Studien, die gezeigt haben, dass man gerade Mistelstudien nicht „verblinden“ kann, der Patient würde es bereits nach der 3. bis 5. Applikation bemerken. Diese Tatsache ist allerdings nicht neu. Die heute entscheidenden Studien sind sogenannte „outcome Studien“, die den Überlebensvorteil und die Lebensqualität nach mehreren Jahren nachweisen. Diese Studienform wird mit Mistelpräparaten gerade durchgeführt und wird wahrscheinlich auch gute Ergebnisse liefern.

Seit 1992 tauchen immer wieder Artikel zu den möglichen Gefahren einer Misteltherapie auf. In diesem Zusammenhang wird vor allem das Argument eines potentiellen Tumorenhancement durch die Mistelbehandlung diskutiert. Wie sieht die Studienlage hierzu aus und ist der Argumentation überhaupt zu folgen?

Prof. Uhlenbruck: Dieser Vorwurf kommt aus einem kleinen Kreis von Autoren, die sich vor allem auf Experimente stützen, die erhebliche methodologische Mängel aufweisen und bis heute nicht reproduziert werden konnten. Vielmehr wird die Verträglichkeit der Misteltherapie in zahlreichen klinischen Studien als gut bis sehr gut beurteilt. Studien mit negativen Ergebnissen sind nicht bekannt. Dabei sind eventuelle Nebenwirkungen auf Mistelpräparate in der Regel mild, reversibel und überaus selten zu beobachten. Hinzu kommt, dass jede onkologische Therapie potenziell in der Lage ist, das Tumorwachstum zu stimulieren.

Abschließend eine Frage an die Rechtsanwältin: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Sozialgerichten hat die Gesetzlichen Krankenkassen dazu verurteilt, das anthroposophische Mistelpräparat HELXIOR® in der adjuvanten Tumortherapie zu erstatten. Was ist Ihr Resümee bezüglich der Verordnung auf Kassenrezept?

RA A. Bertram: Unter Beachtung der Tatsache, dass die für die GKV-Verordnung anthroposophischer Mistelpräparate geltende OTC-Ausnahmeliste rechtsverbindlich von Sozialgerichten in Deutschland ausgelegt wird, muss abschließend festgestellt werden, dass danach anthroposophische Mistelpräparate entsprechend ihrer Zulassung sowohl in der palliativen als auch in der adjuvanten Tumortherapie auf Kassenrezept verordnet werden können. Als Begründung wird angeführt, dass die Vorgaben der Schulmedizin und Phythotherapie nicht für Präparate der Anthroposophie gelten. Andere Auslegungen würden höherrangigem Recht widersprechen.

Quelle: Praxis Magazin 2 / 2008     Download PDF-Download Redaktion Praxis Magazin

 

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